Ein Influencer Media Kit ist ein Dokument, mit dem Creator ihr Publikum, ihre Kennzahlen und ihre Preise potenziellen Markenpartnern präsentieren. Es ist das Creator-Pendant zu einem Pitch Deck: eine einzige, übersichtliche Ressource, die einer Marke alles liefert, was sie braucht, um über eine Zusammenarbeit zu entscheiden. Dieser Leitfaden zeigt, was hineingehört, wie du es strukturierst und worauf Marken tatsächlich achten.
Was ist ein Influencer Media Kit?
Ein Influencer Media Kit ist ein professionelles Dokument, das die Plattform-Statistiken, die Zielgruppen-Demografie, vergangene Kooperationen und die Partnerschaftspreise eines Creators zusammenfasst. Es erspart Marken die mühsame Recherche zu einem Creator, indem alle entscheidungsrelevanten Informationen an einem Ort gebündelt werden. Betrachte es als dein professionelles Portfolio, das dir in jedem Markengespräch vorauseilt.
Die meisten Marken erhalten täglich Dutzende Kooperationsanfragen. Ein Creator mit einem ausgefeilten Media Kit kommt schneller durch den Auswahlprozess als jemand, bei dem man immer wieder nachfragen muss, um grundlegende Kennzahlen zu bekommen. Auf der Ebene der Micro-Influencer entscheidet ein Media Kit oft darüber, ob man ernst genommen oder hintenangestellt wird.
Was in ein Influencer Media Kit gehört
1. Creator-Bio und Nische
2 bis 4 Sätze. Was du erstellst, für wen du es erstellst und was deinen Content unverwechselbar macht. Vermeide generische Beschreibungen wie „Lifestyle- und Fashion-Creator“. Sei konkret: „Fitness-Content für Frauen über 35 mit Fokus auf nachhaltige Trainingsgewohnheiten“ sagt einer Marke genau, wer dein Publikum ist.
2. Plattform-Statistiken
Kennzahl
Was hineingehört
Warum es wichtig ist
Engagement-Rate
Durchschnitt über die letzten 30 Beiträge
Wichtigstes Qualitätssignal für Marken
Follower-Zahl
Pro Plattform, aktuelles Datum
Reichweite
Durchschnittliche Aufrufe
Pro Video/Beitrag, letzte 30 Tage
Tatsächliche Reichweite vs. theoretische
Impressionen
Monatliche Gesamtzahl
Grundlage für die CPM-Berechnung
Story-/Reel-Aufrufe
Durchschnitt pro Story oder Reel
Relevant für formatspezifische Kampagnen
3. Zielgruppen-Demografie
Füge Screenshots aus deinem Analyse-Dashboard ein, die Folgendes zeigen: Altersverteilung, Geschlechterverteilung, wichtigste Länder und Städte sowie wichtigste Sprachen. In diesem Abschnitt entscheidet sich für Marken alles. Ein Creator mit 50.000 Followern, von denen 80 % im Zielmarkt der Marke liegen, ist wertvoller als einer mit 200.000 weltweit verstreuten Followern. Exportiere die Daten direkt aus Instagram Insights, TikTok Analytics oder YouTube Studio.
4. Vergangene Markenkooperationen
Liste frühere Partnerschaften auf, die Content-Art und, wo möglich, die wichtigsten Ergebnisse (Aufrufe, Engagement, Conversion-Rate, eingelöste Promo-Codes). Selbst wenn die Kennzahlen bescheiden waren: Zu zeigen, dass du bereits mit Marken gearbeitet und den professionellen Prozess verstanden hast, zählt. Wenn du gerade erst anfängst, liste geschenkte Kooperationen oder Markenerwähnungen auf, um zu belegen, dass du Partnerschaften umsetzen kannst.
5. Content-Beispiele
Füge 3 bis 5 Beispiele deines stärksten Contents ein. Wähle Beispiele, die für die Art von Marken, die du ansprechen willst, am relevantesten sind. Willst du Fashion-Partnerschaften, zeige Fashion-Content. Willst du Tech-Partnerschaften, zeige tech-nahen Content. Zeige nicht alles, was du je erstellt hast: Zeige die besten Beispiele, die für deine Ziel-Markenkategorie am relevantesten sind.
6. Rate Card
Füge deine Standardpreise nach Format ein: Instagram-Feed-Beitrag, Reel, Story-Serie, dediziertes YouTube-Video, YouTube-Integration, TikTok-Video. Du kannst Spannen statt exakter Zahlen angeben, wenn du dir Verhandlungsspielraum bewahren willst. Für aktuelle Marktpreis-Benchmarks nach Plattform und Tier siehe die Influencer-Preisliste. Marken erwarten Preise im Media Kit: Fehlen sie, entsteht Reibung und die Anfrage zieht oft weiter.
